Strange World

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Strange World

USA 2022 / Animationsfilm / 102 Minuten / 3.-6. Jahrgangsstufe

Inhalt

Searcher will nicht in die Fußstapfen seines Vaters Jaeger Clade treten, der es liebt, Entdecker zu sein. Doch als Searcher auf einer Expedition, auf die er Jaeger begleitet, eine grüne, glitzernde Pflanze findet, sieht er in ihr sofort die Zukunft: Er nennt sie Pando, bringt sie nach Hause und wird Farmer. Und tatsächlich: Avalonia blüht auf und wird von nun an mit Energie versorgt. 25 Jahre später lebt Searcher mit seiner Frau und seinem Sohn Ethan auf der Pando Farm. Doch Pando scheint von einer Krankheit befallen zu sein. Um Avalonia zu retten, müssen sie zur tiefsten Wurzel der Pflanze reisen. Dabei kämpfen sie gegen plüschige Monster, schließen schleimige Freundschaften und treffen den totgeglaubten Vater und Großvater Jaeger Clade. Schließlich entdeckt Ethan, dass Pando nicht das ist, was sie immer darin sahen. Plötzlich müssen sie ihr ganzes Leben in Frage stellen.

Wie kann sich unser Wohlstand daraus speisen, dass wir unsere Lebensgrundlage zerstören? Der Kern der Klimaschutzdebatte, erzählt in einer actionreichen Geschichte.

Fotos: The Walt Disney Company Germany

Themen

Familie   |  Abenteuer   |  Ökosysteme   |  Generationen   |  Identitätsfindung   |  Energie   |  Nachhaltigkeit   |  Science-Fiction

Fächer

Deutsch   |  Sachunterricht   |  Kunst   |  L-E-R   |  Gesellschaftswissenschaften

»›Strange World‹, der 61. abendfüllende Animationsfilm des Studios, passt nicht nur vom Titel her zu dieser wechselhaften Zeit. Geschichte, Gegenwart und vielleicht sogar die Zukunft Disneys scheinen darin vereint: Die Erzählkultur des 19 Jahrhunderts, digitale Animation, eine betont diverse Figurenschar, ein ausgeprägtes ökologisches Bewusstsein [...] ›It's a Small World‹, das Motto der erfolgreichen Disneyland-Attraktion, wird hier gleichsam gegen den Strich gebürstet: Nicht in der Verkürzung kultureller Vielfalt auf touristische Klischees, sondern als Modell größtmöglicher Vielfalt auf kleinstem Raum. Es ist nicht das schlechteste aller Disney-Paradiese.«
Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau

»So beginnt eine Reise ins Innere der Welt, für die Jules Verne ebenso Pate gestanden hat wie die amerikanische Comictradition mit ihren Phantasmen vom Über- und Unterirdischen. Der Expeditionstrip stößt in eine Welt vor, in der alles in Rosa- und Magentatönen leuchtet und eine zelluläre, hochdiverse Population ein unverständliches Eigenleben führt: Pulsierende, rochenartige Wesen fliegen in Schwärmen durch die Luft, leuchtende Kleinstlebewesen basteln an Wäldern, die wie aus Darmzotten gebaut scheinen, und plötzlich auftauchende Fressmonster stiften ständige Gefahr. Mit dieser Welt hat es etwas auf sich, das mit der Pointe dieses Films zu tun hat. Visuell überwältigend, witzig, schön und sehenswert, nicht nur für Kinder.«
Felix Müller, Berliner Morgenpost

»Eine bezeichnende Neuausrichtung: Der Disney-Konzern, seit Jahren um ein zeitgenössischeres, ja ›wokes‹ Profil in gesellschaftlichen Fragen bemüht, entdeckt das ›green thinking‹. Und nicht nur das: Auch mit Blick auf die Repräsentationspolitik seiner Figuren fällt auf, dass Strange World auf der Höhe eines auf Inklusion ausgerichteten Zeitgeists ist. Mit erfreulicher Gelassenheit wird uns etwa Searchers Ehe mit der afroamerikanischen Meridian präsentiert, aus der der jüngste Spross der Familie, der latent queere Ethan, hervorgegangen ist.«
Dominik Kamalzadeh, Der Standard, Wien

»Irren ist menschlich, Irrtümer zu erkennen und neue Wege
einzuschlagen aber auch: So könnte man die Botschaft des neuen
Disney-Films ›Strange World‹ zusammenfassen, in dem die typische
Disney-Rezeptur für einen unmissverständlichen Umweltschutzappell genutzt wird [...] Was als vergnüglicher Abenteuerfilm beginnt, endet mit einem eindringlichen Befund – und einer tröstlichen Utopie: Es ist dem Menschen möglich, alte Gewissheiten abzulegen und neue anzunehmen. Was für Familienkonflikte wie auch Planetenrettung eine gute Nachricht ist.«
Katrin Nussmayr, Die Presse, Wien

»Die Grenzen der Welt, die Großvater Jaeger so dringend durchbrechen und erweitern möchte und die Welt, die Searcher und Ethan entdecken, als sie versuchen, die Energiequelle zu retten, mit der Searcher vor 25 Jahren seine Heimat technologisch in die Zukunft katapultierte, hängen zusammen, bedingen einander: Die Pflanzenenergie, die das Leben für Searchers Landsleute so bequem macht, zerstört den Planeten. Wenn also Searcher seine Energiequelle rettet, wird seine Welt sterben. Drehbuchautor Qui Nguyen schafft es, die aktuelle Klimakrisendebatte für Kinder in einem bunten Abenteuerfilm aufzubereiten.«
Christoph Hartung, christophhartung.de, Mainz

»Die spannendsten Filme sind mitunter solche, die einen recht vorhersehbaren Verlauf zu nehmen scheinen, nur um dann eine neue Ebene zu enthüllen, die das Ganze reichhaltiger und tiefgründiger macht. ›Strange World‹ ... bewerkstelligt genau das. Irgendwann kommt der Punkt, an dem die Geschichte einen cleveren Haken schlägt und aus einem kurzweiligen Abenteuerstreifen mit erwartungsgemäß eindrucksvoller Optik ein richtig gutes Werk mit Haltung und spannender Vision wird.« Christopher Diekhaus, kino-zeit.de, Mannheim

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