»Es ist gefährlich so schnell zu fliegen«, sagt die Blumenfee Rosa zu ihrer neuen Freundin. »Nein, es macht Riesenspaß!«, antwortet Silk, der blaue Schmetterling mit dem frechen Gesicht. Rosa wohnt in einem Rosenbusch in Sommerland. Sie ist zwar nicht besonders mutig, hat aber tolle Ideen, ist hilfsbereit und verspielt. Nur sind immer alle so beschäftigt um sie herum. Zum Glück lernt Rosa Silk kennen. Silk ist mutig und lustig und lädt sie zu ihrem ersten Abenteuer ein. Ein Troll bedroht Sommerland und verwandelt alle Tiere und Fabelwesen in Stein. Silk versucht Rosa zu überzeugen, Sommerland zu retten. Doch sie findet das viel zu gefährlich. So zieht Silk alleine los. Als Rosa mit Schrecken feststellen muss, dass der Steintroll auch ihre Freundin verwandelt hat, nimmt sie all ihren Mut zusammen, um den Troll zur Rede zu stellen und ihre Freundin und all die anderen zu befreien.
Rosas Geschichte macht Mut, an sich zu glauben und über sich selbst hinauszuwachsen – genau richtig für Kinder ab 6!
Fotos: Kinostar Filmverleih, Stuttgart
»Eine klare Struktur für die knappen 75 Minuten sorgt dafür, dass der Film auch für Kinder im Vorschulalter gut erfassbar bleibt: Er beginnt sehr geruhsam mit dem langsamen Kennenlernen aller Protagonist/-innen und der Welt, in der sie leben. Das zweite Drittel des Films erweitert diese Welt und steigt etwas tiefer in die Gefahren und Konflikte ein, bevor im letzten Drittel das Abenteuer, Silk zu retten und den Steintroll zu besiegen, im Fokus steht.«
Rochus Wolff, kinofenster.de, Bonn/Berlin
»Überhaupt erweist sich die stimmige, mit märchenhafter Poesie erzählte Geschichte als Augenweide. Die 2D-Animationen gestalten ein fantasievolles und zugleich leicht zugängliches Universum mit klar gezeichneten Figuren und Pflanzen. Allein das Grün der Blätter kann die verschiedensten Farbnuancen annehmen, um Licht und Schatten abzubilden. Die Blumen, ein Dickicht aus Gras, die steinige Meeresküste, die Behausungen der Figuren samt Inventar, der in verlaufenden Aquarellfarben gemalte Himmel – alls das befördert die Lust, hinzuschauen und zu erkunden.«
Bianka Piringer, kino-zeit.de, Mannheim
»›Rosa und der Steintroll‹ ist für ein sehr junges Publikum ausgelegt, das erkennt man nicht zuletzt an der einfachen Grundidee und der simplen, leicht zu verfolgenden Story. Hinzu kommen kindgerechte und naheliegende, aber essentielle Botschaften und Themen, darunter die Entstehung von Selbstwert, das Überwinden von Ängsten und der Wert echter Freundschaften. Ergänzend sorgen die Eigenarten und -heiten einiger Charakter für Heiterkeit und Witz. Dazu zählt eine schrullige Eule mit ihrer Kurzsichtigkeit, eine selbstlose, sich stets in den Dienst der Gemeinschaft stellende Fliege und der Troll, dessen Blähungen bei Erwachsenen vielleicht für den ein oder anderen Fremdschäm-Moment sorgen – bei den allerjüngsten Zuschauern aber sicherlich ordentlich Lacher evozieren werden.«
Björn Schneider, spielfilm.de, Nierstein
»Die Themen Einsamkeit, Freundschaft und Mut verhandelt der Film auf kindgerechte Weise, leitet aus der Entwicklung der anfangs zurückhaltenden Protagonistin schlichte, aber sympathische Botschaften ab. Spannend dabei: Rosa und ihr Widersacher sind sich bei Licht betrachtet gar nicht mal so unähnlich. Der Unterschied besteht vor allem darin, dass sie anders mit ihrer Gefühlslage umgehen. Während die Blumenfee positive Lösungen sucht, wählt der Steintroll, der einige Sommerlandbewohner zu Stein verwandelt, einen destruktiven Weg. Weil sie die Gemeinsamkeiten erkennt, versucht Rosa am Ende, den Konflikt friedlich beizulegen.«
Christopher Diekhaus, programmkino.de, Berlin
»Wie so oft bei dieser Art Film gibt es eine literarische Vorlage. Hier ist es eine 1994 begonnene Kinderbuchreihe der Schriftstellerin Josefine Ottesen, die insgesamt viel im Bereich Fantasy verfasst hat. Diese wurde nie auf Deutsch veröffentlicht, was etwas schade ist, zumindest wenn man von ›Rosa und der Steintroll‹ ausgeht. So tummeln sich in dem Wald die unterschiedlichsten Wesen, die von vermenschlichten Tieren (Mäuse, Schmetterling, Eule) bis zu Sagengestalten gehen. Neben der Fee und dem Troll, die im Titel genannt werden, taucht irgendwann auch eine Hexe auf. In der hier beschriebenen Welt ist alles möglich, ist Magie allgegenwärtig, weswegen der Wald mehr einem Märchenwald gleicht.«
Oliver Armknecht, film-rezensionen.de, München
»Episodisch schreitet die Handlung voran und bleibt dabei stets nah an Rosa. Gerade weil sie keine strahlende Heldin ist, ist sie so eine gute Identifikationsfigur. Eine Figur, die mit den Kindern wächst und sich entwickelt und schließlich triumphieren darf. Unheimliche Figuren wie der Steintroll – eigentlich: die Steintroll-Frau – oder die Hexe wiederum wirken nur auf den ersten Blick bedrohlich. Dem Film gelingt es, sie als Antagonistinnen zu etablieren, aber nicht zu reinen Schreckfiguren zu degradieren. Ganz im Gegenteil: Auch in ihnen findet er am Ende noch eine Seele.«
Stefan Stiletto, filmdienst.de, Bonn