Jonja

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Film – Schule – Kino
im Land Brandenburg

Jonja

Deutschland 2023 / Spielfilm / 86 Minuten / 5.-8. Jahrgangsstufe

Inhalt

Jonja möchte mit ihrem besten Freund Paul in den Urlaub fahren. Denn in ihrer Familie war Urlaub finanziell schon lange nicht mehr drin, und Paul hat sie eingeladen, den Sommer mit seiner Familie in einem Ferienhaus am See zu verbringen. Doch zuhause herrscht dicke Luft, und Jonja verpasst den richtigen Zeitpunkt, ihre Mutter um Erlaubnis zu fragen. Sie fährt trotzdem mit. Der Urlaub wird schön und aufregend. Auch weil Jonja sich in Melanie verliebt, die Freundin von Pauls großem Bruder. Zunächst traut sich Jonja nicht, Paul von ihren Gefühlen zu Melanie zu erzählen. Als sie sich mutig öffnet, erfährt sie Nähe und Vertrauen. Pauls Vertrauen wird aber auf die Probe gestellt, als Jonjas Mutter plötzlich mit der Polizei vor der Tür steht. Wieso hat Jonja Paul nicht erzählt, dass ihre Mutter nichts von den Urlaubsplänen wusste? Und wieso erzählt sie auch sonst nie etwas von zuhause?

Ferien, Sonne, Schmetterlinge – an der Schwelle zum Erwachsenwerden begleiten wir Jonja einen Sommer lang.

Fotos: Kurhaus Production, Baden-Baden

Themen

Familie   |  Klassismus   |  (erste) Liebe   |  Freundschaft   |  LGTBIQ+   |  Identitätsfindung   |  Erwachsenwerden   |  Ferien

Fächer

Deutsch   |  Kunst   |  L-E-R   |  Gesellschaftswissenschaften

»›Jonja‹ von Anika Mätzke ist ein wunderbar menschlicher Film, der es schafft, gesellschaftliche Relevanz und Unterhaltung zu verbinden. In seiner feinen Inszenierung bietet der Film Raum für Identifikation und einen breiten Resonanzboden für unterschiedliche Themen wie Eltern-Kind-Beziehungen, tiefe Freundschaften oder der ersten Begegnung mit der eigenen sexuellen Orientierung. Die Filmsprache kombiniert dabei gekonnt moderne Medien mit traditioneller Bildgestaltung. Mit seiner berührenden Figurenführung begeistert und bewegt der Film nicht nur die junge Zielgruppe, sondern regt darüber hinaus auch zum Nachdenken an. ›Jonja‹ ist ein Film, der sich traut, in einer beobachtenden und langsamen Erzählhaltung genau hinzusehen auf das, was uns im Kern bewegt.«
Jury-Begründung, Baden-württembergischer Filmpreis 2023 in der Kategorie Spielfilm

»Mit einem feinen Blick auf die Lebenswirklichkeit ihrer jugendlichen Protagonistin und einem brillanten Gespür für die Poesie der kleinen Momente beschreibt Anika Mätzke in ihrem Drehbuch die Phase im Leben, in der sich plötzlich alles so groß anfühlt. Die besondere Qualität des Drehbuches, das das Innenleben der Protagonistin so eindrucksvoll nach außen darstellt, zeugt von einem großen Talent der jungen Autorin.«
aus der Jury-Begründung für den Drehbuch-Preis des MDR-Rundfunkrates beim Festival 
›Goldener Spatz‹ 2023

»Annika Mätzkes ›Jonja‹ ist ein wunderbarer, humaner Film, der sehr erfolgreich soziale Relevanz und Unterhaltung miteinander verbindet. Es ist ein Film, der es wagt, auf eine observierende und langsame Art und Weise zu erzählen, und dabei sehr detailliert erforscht, was uns eigentlich in unserem Inneren bewegt.« GoetheFest 2024, Goethe-Institut, Belgrad

»Der Film behandelt kleine Themen, die im Leben der Protagonist:innen jedoch ganz groß sind. Dabei wollte ich fein und detailliert erzählen und Platz für poetische Bilder schaffen. Ein Glas voll Sand kann Riesiges auslösen, über Glück und Unglück entscheiden. Doch gleichzeitig lassen sich diese kleinen Ereignisse auch auf große Themen übertragen. Für Jonja und Paul spielt ihre unterschiedliche Herkunft, ihre unterschiedlichen finanziellen Voraussetzungen zwar eine Rolle, doch sie schaffen es diese Grenzen zu überwinden; ihre Freundschaft ist größer als jeder Umstand.« Anika Mätzke, Regisseurin, zit. nach einem Beitrag für den Südwestrundfunk Stuttgart (Debüt im Dritten, 26.11.2023)

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